Meine Lieben – ihr wisst ja vielleicht, dass ich schon seit langem Intermittent Fasting mache. Eigentlich sogar, solange ich denken kann – also auch bevor es das Label „Intermittent Fasting“ überhaupt in meiner Welt gab. Es liegt einfach in meiner Natur nicht direkt am Morgen was zu essen.

Im Zuge dessen kommen immer wieder Fragen auf, die ich jetzt gesammelt in dem Blogbeitrag beantworten werde, falls ihr noch andere Fragen habt, schreibt sie gerne in die Kommentare, dann kann ich das ergänzen 🙂

Was ist überhaupt Intermittent Fasting?

Im Grunde bedeutet „Intermittent Fasting“ oder „intermittierendes Fasten“ nichts anderes als über einen gewissen Zeitraum zu Fasten. Es gibt verschiedene Varianten, die sich in der Dauer in der gefastet wir unterscheiden.

Welche Art von Intermittent Fasting mache ich?

Intermittent Fasting – 16:8 Leangains

Wie schon erwähnt – eigentlich verzichte ich schon seit meiner Kindheit auf das Frühstücken. Ich habe es immer mal wieder phasenweise probiert, z.B. als noch der Irrglaube herrschte man MUSS unbedingt was frühstücken. Aber es ist einfach nicht mein Ding, ich habe morgens um 6 oder 7 einfach keinen Hunger, also warum sollte ich?
Es gibt verschiedene Formen des IF – am ehesten trifft auf mich die 16:8 Variante zu. Das bedeutet ich faste 16 Stunden und habe dann ein Zeitfenster von 8 Stunden um zu essen. Aber ich achte auch nicht penibel darauf, dass ich die 16 bzw. 8 Stunden immer 100% einhalte, mal ne St unde drüber oder drunter ist mir eigentlich nicht so wichtig. Meistens fange ich gegen 12/13 Uhr an zu essen und esse dann direkt was Deftiges und gegen 20/21 Uhr esse ich meine letzte Mahlzeit.

Alternate Day Fasting – 36 Stunden Fasten

In letzter Zeit habe ich immer öfter das Alternate Day Fasting getestet, bei dem man einen kompletten Tag fastet und dann schnell auf 36-40 Stunden ohne Essen kommt. Hier könnt ihr mein Fasten-Experiment nachlesen. Das erfordert wesentlich mehr Disziplin, ist aber auch wirklich eine extrem interessante Erfahrung. Interessant deswegen, weil man so lernt, sich von gesellschaftlichen Strukturen zu lösen. Man merkt auf einmal, dass man ja gar nicht morgens, mittags und abends essen muss. Man kommt locker auch mal ohne aus! In der heutigen Zeit haben wir schätze ich alle genug Reserven an denen wir zehren können ;).

Es gibt noch die Eat-Stop-Eat (1-2 Mal pro Woche 24 Stunden fasten, also z.B. um 18 Uhr aufhören und am nächsten Tag wieder um 18 Uhr beginnen) oder die Warrior-Diet (20 Stunden fasten, 4 Stunden Essensfenster). Dazu kann ich aber nicht wirklich was sagen, da ich das noch nicht getestet habe.

Aus welchem Grund mache ich Intermittent Fasting

Intermittent Fasting hat viele gesundheitliche Vorteile – es ist beispielsweise sehr entlastend für den Körper, wenn er nicht ständig mit der Verdauung beschäftigt ist. Über Nacht gelangt der Körper in einen Fettverbrennungsmodus, da alle Speicher geleert werden. Wenn ich ihn direkt morgens wieder mit Nahrung versorge, nimmt er natürlich direkt das und nicht mehr das körpereigene Fett. Durch längeres Fasten dehne ich den Fettverbrennungsmodus einfach aus und profitiere so länger davon.
Aber wenn ich ganz ehrlich bin, mache ich es hauptsächlich aus einem Grund: Damit ich viele Kalorien in kurzer Zeit essen kann :D. Meistens bin ich ja im Defizit und habe deswegen nur wenige Kalorien zur Verfügung. Mit persönlich fällt es mit Intermittent Fasting leichter meine Diät einzuhalten, da ich dadurch nicht das Gefühl habe hungrig zu sein. Ich kann mir meine ganzen Kalorien auf die 8 Stunden verteilen und wenn ich mir dann noch viel Volumen einplane, bin ich wirklich immer satt.

Abnehmen durch Intermittierendes Fasten?

Klar könnt ihr damit abnehmen, ihr könnt aber genauso gut den ganzen Tag essen und dadurch auch abnehmen. Am Ende des Tages kommt es auf das Kaloriendefizit an, das über Zu- oder Abnahme entscheidet. Mir fällt es wie gesagt leichter mein Defizit zu halten, wenn ich meine Kalorien einem kürzeren Zeitfenster essen kann und dadurch einmal am Tag wirklich richtig satt bin. Vor allem durch das Alternate Day Fasting kann ich meine Kalorien die restliche Woche über erhöhen und das macht es mir wesentlich leichter über lange Zeit ein Defizit zu halten (mehr übers Calorie Cycling)

Ich könnte nicht auf mein Frühstück verzichten, wie machst du das nur?

Wie oben schon geschrieben, ich will ja gar nicht frühstücken. Ist es also wirklich ein verzicht, wenn man was weglässt, was man eh nicht will? Ich denke nicht und deswegen macht es mir auch rein gar nichts aus. Ich habe zum Beispiel eine Freundin, die gerne mal Diät macht und dann einfach ab 15 Uhr Nachmittags nicht mehr isst. Das wäre für mich zum Beispiel undenkbar – und daran sieht man schon, das ist eine total individuelle Geschichte. Ihr müsst es ja nicht genauso machen wie ich, vielleicht fällt es euch einfacher das Abendessen wegzulassen? Vieles ist einfach Kopfsache und wenn man es sich vornimmt, kann man es auch (ich habe ja durch das ADF auch schon öfter auf mein Abendessen verzichtet, geht alles). Probiert es doch einfach mal aus 🙂

Meine Erfahrungen mit Intermittent Fasting

Energie im Alltag bzw. beim Sport?

Also ich weiß ja nicht, was ihr alle beruflich macht oder wie Leistungsfähig ihr sonst so sein müsst. Ich habe einen Bürojob + mein Training und hierfür reicht die Energie allemal. Ich habe zum Beispiel auch das Gefühl, dass ich mich nüchtern besser konzentrieren kann, also sogar tendenziell leistungsfähiger bin. Wenn man jetzt körperlich schwer arbeitet sieht das sicher anders aus, aber dann wird man sich vielleicht auch nicht mit solchen Ernährungsformen beschäftigen.

Ich habe auch beim Sport genügend Energie, ich gehe ja meistens früh auf komplett nüchternen Magen trainieren – ich bin genauso leistungsfähig, wie wenn ich etwas gegessen hätte. Selbst längeres Cardio funktioniert problemlos 🙂 .

Muskelverlust durch Intermittent Fasting bzw. Alternate Day Fasting?

Bisher noch nichts bemerkt :D. Also es ist ein Irrglaube zu denken, dass der Körper mal kurz ohne Nahrung ist und schon wird er direkt zur muskelvernichtenden, katabolen Maschine. Ich achte ja sehr auf meinen Eiweißhaushalt und esse täglich >2g pro Kilo Körpergewicht. Meine Speicher sind also wirklich gut gefüllt und insbesondere beim ADF achte ich auch darauf, dass ich die erste Mahlzeit direkt sehr proteinreich gestalte. Klar, ich messe es nicht explizit nach, aber zumindest hinsichtlich meiner Kraft im Training habe ich keine Einbußen durch das Intermittent Fasting bemerkt. Im Gegenteil, teilweise konnte ich mich nach einem kompletten Tag ohne essen sogar noch steigern.

 

 

Für mich persönlich ist das Fasten wirklich ne feine Sache – vielleicht hab ich ja den ein oder anderen motiviert, es auch mal zu testen? Falls noch Fragen offen sind, schreibt mir gerne ein Kommentar 🙂

 

Bis Bald
Eure Stef <3