Heißluftfritteuse – wie sinnvoll ist sie wirklich?

Heißluftfritteuse | der große Test

Es gibt einige Fragen, die ich mir schon lange stelle. Eine davon war, ob man eine Heißluftfritteuse denn wirklich braucht?
Die Antwort habe ich nirgends gefunden. Es gibt zwei Lager: die einen sagen man braucht sie unbedingt, die anderen sagen das sie absolut unnötig ist.

Wie immer wollte ich es selbst herausfinden – und meine Erfahrungen teile ich jetzt mit euch.

Braucht man eine Heißluftfritteuse? Der große Test

Ich habe 2019 am Black Friday dann zugeschlagen. Ich hab ewig hin und her überlegt..soll ich, soll ich nicht? Aber dann ist mir eingefallen, dass das hier mein Job ist (das verwende ich oft aus Vorwand um mir unsinnige Dinge zu kaufen, die ich eigentlich nicht brauche 😀 ) und hab sie bestellt.

Entschieden habe ich mich für folgende Heißluftfritteuse: Philips Airfryer XXL ( HD9762/90) 

Warum den Philips Airfryer?

Ich persönlich hab zwischen diesem Modell und der Heißluftfritteuse von Tefal geschwankt. Natürlich hab ich euch vorher auf Instagram gefragt und diese beiden würden mit Abstand am häufigsten genannt.

Folgende Punkte haben mich dazu gebracht den Philips Airfryer zu nehmen:

+ war etwas günstiger
+ weniger laut
+ schickeres Design
+ keine Donut Form

Im Nachinein muss ich aber sagen, dass die Tefal einen Vorteil bietet: man muss die Pommes o.Ä. nicht durchschütteln, da sie sich während dem Frittieren bewegen. Ich muss das beim Airfryer machen, vergesse es aber oft und habe dann nicht das perfekte Ergebnis.

Heißluftfritteuse: Geschmacks-Test

Kommen wir direkt zum interessantesten Aspekt: wie schmecken die Pommes aus der Heißluftfritteuse?
Hier kann ich ohne langes Gerede sagen: Mega gut!

Die Pommes werden wirklich 1A – wesentlich besser als aus dem Backofen, aber natürlich keine fettigen Fritteusen Fritten. Das kann man auch nicht erwarten, werden ja ohne extra Fett zubereitet.

Ich musste ein bisschen rumprobieren, manche Pommes Sorten wurden leider gar nicht gut und waren am Ende schrecklich trocken.
Mein persönlicher Pommes-Tipp für euch sind die Wellenschnitt-Pommes vom Aldi :D! Die werden darin wirklich mega:

Außen knusprig, Innen schön weich aber trotzdem nicht roh – also perfekt!

Man kann natürlich aber auch selbst gemachte Pommes, Kartoffelspalten oder -chips darin machen, klappt auch super (allerdings habe ich dann doch immer etwas Öl dazu gegeben, 1 TL maximal)

So bekommt man wirklich mega geniale Pommes fürs kleine Kalorienbudget. Hier mal ein Vergleich:

Selbstgemachte Pommes aus der Heißluftfritteuse
ca. 80 kcal / 100g
fertige Pommes aus der Heißluftfritteuse
ca. 150 Kcal / 100g
Pommes aus der „echten“ Fritteuse
ca. 300 kcal / 100g

Welche Gerichte kann man in der Heißluftfritteuse zubereiten?

Natürlich ist es interessant zu wissen, was man neben leckeren Pommes denn noch im Airfryer zubereiten kann.
Ich für meinen Teil habe bisher Folgendes darin gemacht:

Kartoffelrösti
Fischstäbchen
Aufbackbrötchen
Pita Brote
Frühlingsrollen

Gerade für die Aufbackbrötchen ist es wirklich genial, kein nerviges Vorheizen des Backofens mehr. Einfach rein damit, 5 Minuten einstellen und man hat richtig leckere Frühstücksbrötchen.

Aber ihr merkt schon, ich habe sie jetzt nicht wirklich exzessiv genutzt um damit neue Dinge auszuprobieren. Der Hauptanwendungsfall sind bei mir wirklich Pommes.


Heißluftfritteuse | der große Test

Tipp: Fragt euch vor dem Kauf wie häufig ihr solche Sachen esst. Wenn ihr gerne Chicken Wings, Nuggets und andere Dinge macht, die ansonsten frittiert würden – lets go!

Ersetzt eine Heißluftfritteuse den Backofen?

Ganz klares Nein von meiner Seite! Man kann zwar viele Dinge in der Heißluftfritteuse machen, die Betonung liegt aber auf KANN.
Ich persönlich würde darin jetzt beispielsweise kein ganzes Hähnchen zubereiten, obwohl man es theoretisch kann.
Das liegt mitunter auch an der Reinigung – ich möchte gar nicht wissen wie mein Airfryer danach aussehen würde (zu der Reinigung kommen wir gleich).
Auch Kuchen backen oder Pizza würde ich darin wohl eher nicht, das liegt auch daran, dass die Gerichte durch die Heißluft natürlich relativ trocken werden.

Das einzige was ich getestet habe war darin Gemüse zuzubereiten (Champignons und Zucchini) und die waren danach wirklich ausgetrocknet. Da hätte es evtl wieder etwas Öl gebraucht, aber das ist ja nicht Sinn der Sache, oder?

Zudem ist für viele Dinge auch einfach nicht genug Platz in der Heißluftfritteuse. Angenommen ich möchte Hähnchenschlegel und Pommes machen, müsste ich das auf jeden Fall im Ofen machen. Die Heißluftritteuse gibt nicht genügend Platz dafür her!

Philips Airfryer XXL: Reinigung, Lautstärke und Platz​​

Man kann alle Teile des Airfryers in die Spülmaschine packen – ich finde das Reinigen trotzdem recht aufwendig. Der Korb und das Netz müssen vorher dennoch mal grob gespült werden, sonst kriegt die Spülmaschine das nicht sauber (unsere zumindest nicht). 
Da die Teile sehr groß und sperrig sind, ist die Spülmaschine direkt voll…das führt auch dazu, dass ich die Heißluftfritteuse nicht nach jeder Benutzung reinige. Ist mir zu aufwendig 😀

Thema Lautstärke: Der Aifryer ist schon sehr laut. Das war einer der Punkte dem ich vor der Kaufentscheidung viel Wert beigemessen habe. Jetzt im Nachhinein stört es mich aber nicht wirklich. Ja er ist laut, aber gerade wenn man in der Küche alleine kocht ist das quasi 0,0 störend. Wenn man sich während dessen unterhalten will, ist es schon etwas nervig. Kommt auf eure Wohn- und Kochsituation an. Aber ansonsten kann man die Fritteuse ja auch flexibel rausstellen auf Balkon oder Terasse.

Wenn ihr nur eine ganz kleine Küche habt, würde ich sie euch nicht empfehlen. Es ist schon ein großes Teil, was man auch nicht so schnell in eine Schublade packen kann. Bei uns passt es, da wir genügend Platz dafür haben. Ich muss dazu sagen, dass ich die Variante für 4 Personen genommen habe. Eine kleinere würde ich auch niemandem empfehlen. 
Der Platz im Inneren des Airfryers ist nicht wirklich groß und man kann den Inhalt (beispielsweise Pommes) auch nicht beliebig stapeln, da sie ansonsten nicht durch werden. Das heißt ich kann den ganzen Korb nicht wirklich nutzen, sondern bedecke immer nur den Boden (sehr großzügig, aber es reicht maximal für uns zwei Personen).

Was natürlich praktisch ist, ist die Tragbarkeit. Im Sommer wird es bei uns in der Küche immer schrecklich heiß, wenn ich den Backofen nutze. Meistens verbietet der Thomas es mir auch :D. Da ist die Heißluftfritteuse praktisch, da ich sie einfach rausstellen kann.

Heißluftfritteuse Test: Mein Fazit​

Freue ich mich, dass ich die Fritteuse habe? JA
Würde ich sie mir nochmal kaufen? Wahrscheinlich eher nicht

Man kann wirklich gut auch ohne Heißuftfritteuse leben. Leckere Pommes sind was schönes, keine Frage und auch viele andere Dinge sind praktisch. Aber dennoch würde ich jedem der sich unschlüssig ist, ob er sowas braucht eher davon abraten (wenn man nicht weiß, ob man sich etwas kaufen soll, hat es auch meistens einen Grund).
Wenn man nun sagt, man hat zig Anwendungsfälle dafür und weiß genau welche Rezepte man darin machen will, ist es was anderes.
Aber gerade dann wenn man sie „ins Blaue hinein“ kauft, läuft man Gefahr, dass das Ding am Ende mehr im Eck steht als benutzt zu werden.

Lasst mich Eure Meinung dazu wissen, habt ihr eine Heißluftfritteuse? Benutzt ihr sie oft? Schreibt es mir in die Kommis

Eure Stef <3

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2 Kommentare zu „Heißluftfritteuse – wie sinnvoll ist sie wirklich?“

  1. Gabriele Struckamp

    Ich habe die Heißluftfriteuse seid einem Jahr sie läuft ein bis zweimal die Woche und ersetzt bei mir definitv den Backofen ,brot u.kuchen backen .Fleisch braten .Gemüsepfanne es gibt ganz viele Möglichkeiten sie zu nutzen und ich möchte sie nicht mehr missen.

  2. Schade , das Du offfenbar nicht ganz so glücklich bist mit Deiner Heissluftfritteuse. Ich bin das ganze Gegenteil – hin und weg. Ich habe auch eine andere als Du, muss aber sagen wir haben bis jetzt nur gute bis sehr gute Erfahrungen gemacht, egal ob Gemüse, selbst gemachte Pommes, ein ganzes Güggel (Huhn) Fleisch oder Fisch – ich beutze sie fast täglich und kann nicht mehr ohne.

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