FIBO 2016 – mehr Schein als Sein?

Letzten Freitag war ich zusammen mit meinem Freund auf der FIBO in Köln. Ich wollte mir das Ganze Spektakel einfach mal aus nächster Nähe ansehen, um zu sehen was dahinter steckt. Leider nicht so viel, muss ich gestehen.

Letztes Jahr habe ich die FIBO hauptsächlich durch die Videos einiger Youtuber mitbekommen und da sich dieses Jahr die Gelegenheit ergeben hatte, wollte ich mir mal selbst ein Bild machen. Wir haben also die 3,5 Stunden Fahrt auf uns genommen und standen Freitag früh pünktlich vor dem imposanten Messegelände. Für das Parken auf dem Gelände wurden nochmal 10€ fällig, zusammen mit den jeweils 30€ pro Eintrittskarte also zusammen 70€.

Ich wollte natürlich zuerst in den FIBO Power Bereich und mir dort alles ansehen. Kaum in der Halle konnte man auch schon die ersten Fitnessberühmtheiten und Youtuber erspähen. Teilweise waren die aber dermaßen belagert, dass man nicht wirklich viel gesehen hat. Und mich stundenlang für ein Foto anzustellen, hatte ich irgendwie auch nicht wirklich Lust muss ich sagen.

Fibo Freitag für Fachbesucher

Naja, aber es gibt ja sicher noch mehr zu entdecken, auszutesten und zu probieren dachten wir und haben uns weiter auf den Weg gemacht. An vielen Ständen gab es Riegel zum probieren, zumindest konnte ich aufgrund der vielen gähnend leeren Teller darauf schließen. Komisch eigentlich, denn wirklich viel los war zu dem Zeitpunkt nicht. Manchmal hatte ich doch Glück und konnte etwas ergattern, die Riegel waren aber in derart kleine Stückchen geschnitten, dass das Probieren irgendwie auch nicht so recht Spaß machte. Hätte ich gewollt, hätte ich dann mit einem mini Schluck Whey, Booster oder BCAAs nachspülen können, die gab es ebenfalls überall zuhauf.

Sonst bekam man leider gar nichts „hinterhergeschmissen“, ich weiß nicht ob es am Samstag/Sonntag anders war, alles was ich mit nach Hause nehmen konnte war eine Probe eines weight gainers 😀 …

Die Krönung war meiner Meinung nach, dass man an manchen Ständen an Glücksrädern drehen konnte, was alleine aber bereits 5€ gekostet hat. Gewinnen konnte man dann Proteine, Stringer usw. Wenn man Pech hatte, konnte es allerdings auch passieren, dass man gar nichts gewonnen hat und die 5€ quasi umsonst bezahlt hat. Ich hatte gehofft, dass es vielleicht gute Rabatte auf Fitnessklamotten gibt, aber da sah es leider auch eher Mau aus. Meistens gab es nicht mehr als 10% auf den normalen Preis. Ich wollte mir zwar bei Nutriful ein Salatdressing mitnehmen, allerdings hatten sie scheinbar kein Wechselgeld. Sie stellten uns also vor die Wahl, entweder zu gehen oder einfach mehr zu kaufen, dass wir kein Wechselgeld bräuchten….ähm, nein danke.

Alles in Allem, muss ich sagen, dass ich doch etwas enttäuscht von der ganzen Veranstaltung war und ich frage mich ehrlich, warum das alles so gehyped wird. Wir sind dann natürlich auch noch durch die Bereiche Fibo Passion und Expert gelaufen und teilweise waren die Standbesitzer auch recht aufdringlich und teilweise unfreundlich, wenn man sich nicht für deren Produkte interessiert hat.

Rocka Nutrition auf der FIBO 2016

Man muss aber sagen, dass es auch Ausnahmen gab. Julian Zietlow hat bereits vorher angekündigt, dass sein Rockanutrition-Stand überragend sein wird und ich muss zugeben, es war wirklich mit Abstand der Beste. Hier wollte ich tatsächlich etwas kaufen, allerdings hatten sie nicht mehr alle Produkte vorrätig, was auch etwas schade war. Alina und Julian kamen wirklich authentisch rüber und haben sich viel Zeit genommen, mit ihren Fans zu reden.

Athletic Nerds bei Rocka Nutrition

Die Athletic Nerds aus Würzburg waren auch am Stand und halfen bei den Wettbewerben. Bei denen gab es auch tatsächlich was zu gewinnen, ohne dass man dafür zahlen musste.

Fitness Oskar und ich

Eine freundliche Begegnung hatten wir noch mit Fitnessoskar, den wir bereits länger auf Youtube verfolgen. Im kurzen Gespräch hat er sich genau so gegeben, wie er in den Videos rüberkommt. Also wirklich ein netter und sympathischer Typ.

Irgendwann hatten wir einfach keine Lust mehr und wir hatten genug von der FIBO, obwohl es erst Nachmittags war. Wir haben uns dann dafür entschieden noch nach Köln zu fahren und die ganzen Eindrücke bei einer guten Pizza revue passieren zu lassen. An dem Tag hatte ich wirklich erstmal genug von der ganzen Fitnessbranche und der Oberflächlichkeit, die auf dem ganzen Messegelände eben andauernd präsent war. Das sah man beispielsweise auch daran, dass sich manche Stände bzw. Firmen Athleten einkaufen um somit die großen Besucherzahlen anzulocken. Den Athleten scheint es- zumindest teilweise- auch nicht so wichtig zu sein an welchem Stadt sie stehen, also welche Marke sie repräsentieren.

Ich bereue nicht, dass wir dort waren. Es war auf jeden Fall eine Erfahrung wert und wenn es nur die Erkenntnis ist, den ganzen „Fitnesslifestyle“ nicht allzu ernst zu nehmen 🙂 .

1 Kommentar zu „FIBO 2016 – mehr Schein als Sein?“

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