Putenröllchen mit selbst gesammelten Bärlauch
Ist es nicht schön, dass es so langsam aber sicher wieder wärmer wird? Neben den längeren Tagen und dem tollen Wetter, bringt der Frühling noch ein anderes tolles Ereignis mit sich – die Waldsuperfood- Saison beginnt wieder 🙂

Jetzt am letzten Wochenende habe ich es doch endlich noch geschafft in den Wald zu gehen und mir etwas Bärlauch zu besorgen. Ich muss zugeben, ich war spät dran und die Saison ist fast vorüber. Wenn der Bärlauch nämlich zu Blühen beginnt, kann man ihn nicht mehr essen. Nichtsdestotrotz wollte ich euch dieses Rezept nicht vorenthalten.

Grüner Spargel, Tomaten, Zucchini - frisches Sommergemüse mit Parmesan

Puteninvoltini mit Bärlauch Parmesan Füllung

2 Putenschnitzel
6-8 Blätter frischen Bärlauch
Parmesan
Salz & Pfeffer

Sommergemüse mit grünem Spargel

400g grüner Spargel
150g Cocktailtomaten
200g Zucchini
1/2 rote Zwiebel
1 Zehe Knoblauch

Die Putenschnitzel platt klopfen, würzen und dann mit dem Bärlauch auslegen. Zum Schluss etwas Parmesan drüberstreuen und zusammenrollen. Am besten fixiert man die Involtini mit Rouladenspießen, dann fallen sie nicht auseinander. Die Involtini werden nun von jeder Seite scharf angebraten, sodass sie schön Farbe bekommen. Anschließend habe ich sie in Alufolie gewickelt und nochmal 15-20 Minuten bei 150 Grad im Ofen gelassen.

Waldsuperfood Bärlauch - schmeckt super in den Parmesan Involtini

Für das Sommergemüse habe ich zuerst den grünen Spargel gekocht. Die Zucchini und die Tomaten klein schneiden und zusammen mit dem Knoblauch und der Zwiebel in einer Pfanne anbraten und etwas vor sich hin brutzeln lassen. Solange bis das Gemüse nicht mehr ganz hart, aber noch etwas bissfest ist. Dann den Spargel dazugeben und nochmal etwas aufwärmen lassen. Am Ende habe ich hier auch nochmal einige Parmesanstückchen untergehoben und mit Salz und Pfeffer gewürzt.

Das Gemüse kann man jetzt schon mal auf einem Teller anrichten. Unsere Involtini sind mittlerweile auch schon fertig, die schneidet man jetzt in kleine Scheibchen (ca. 2-3 Zentimeter) und drapiert sie auf dem Gemüse. Durch den Bärlauch bekommen die Putenschnitzel ein richtig tolles Muster und machen ordentlich was her auf dem Teller. Das Gericht eignet sich ideal, wenn ihr mal etwas weniger Kohlenhydrate zu euch nehmen wollt – oder aber, ihr macht euch noch ein paar Spaghetti dazu und bratet die dann zusammen mit dem Gemüse kurz an.

Und jetzt – genießen 🙂

Low Carb Gericht - Putenröllchen mit Spargel

Waldsuperfood Bärlauch

Also ich persönlich liebe den Geschmack von Bärlauch, das macht ihn schon alleine zu einem Waldsuperfood für mich. Dennoch ist das nicht alles – Bärlauch wird auch als Waldknoblauch bezeichnet und ist eng mit dem Knoblauch verwandt, der ja bekanntlich auch super für die Gesundheit ist. Bärlauch ist gut für die Verdauung und kann bei Magen-Darm Beschwerden Abhilfe schaffen.
Zudem soll er eine reinigende Wirkung haben und kann daher als ganz natürliches Detox-Kraut bezeichnet werden.

Frischen Bärlauch selber sammeln

Leider ist die Bärlauch Saison nur recht kurz, bei uns reichte sie von etwas Mitte März bis Ende April. Je nach Wetterlage kann das aber unterschiedlich sein.
Allerdings habe ich den Bärlauch jetzt auch schon ein paar Mal im Supermarkt gesehen und auch auf den Wochenmärkten wird er angeboten – man muss also nicht unbedingt selber sammeln. Wenn man sich mit frischem Bärlauch eingedeckt hat, kann man daraus auch Pesto produzieren und ihn so konservieren. Auch Einfrieren ist problemlos möglich, habe ich schon getestet :).

Wer den Bärlauch aber auf eigene Faust pflücken möchte: Die Blätter dürfen nicht mit den giftigen Blättern der Maiglöckchen verwechselt werden. Wenn man sich unsicher ist, nimmt man einfach ein Blatt in die Hand und zerreibt es ein bisschen zwischen den Fingern. Insofern sich ein knoblauchartiger Geruch ausbreitet, seid ihr auf der sicheren Seite 🙂

Achtet aber darauf, dass ihr nicht die komplette Pflanze herausreißt sondern wirklich nur die Blätter. Wir wollen ja auch nächstes Jahr noch Bärlauch haben 🙂

Generell ist es im Wald so, dass man sich für den Eigenbedarf eindecken kann, also nehmt nur soviel wie ihr wirklich braucht – dann gibts auch keinen Ärger mit dem Förster (hoffentlich 😀 )