Wer kennts? Man ist grade voll gut im Training, hat unendlich viel Spaß daran und der Gang ins Fitness erledigt sich wie von selbst. Und dann auf einmal kommt irgendwas dazwischen und „zwingt“ dich, eine Pause einzulegen. Bei mir war es in dem Fall der Bali Urlaub – mich danach wieder zum regelmäßigen Training und zur passenden Ernährung zu motivieren war gar nicht so einfach…

Fitness motivation wieder finden

Versteht mich nicht falsch, es ist absolut sinnvoll 1-2 mal im Jahr eine längere Fitnesspause zu machen. Die Muskeln können sich regenerieren und Verletzungen können richtig ausheilen. Leider passiert in der Zeit auch was ganz anderes (zumindest bei mir): Man wird faul!
Ich dachte ja, dass ich nach 3 Wochen Urlaub und easy-going wieder total heiß aufs Gym sein würde. Naja, jein…ich hab mich zwar in meinem Körper nicht so wirklich wohl gefühlt, aber trainieren wollte ich auch nicht! Klar, wenn man einige Zeit nicht trainiert, wird man wieder bissl weicher und etwas Wassereinlagerungen durch die Kohlenhydrate hatte ich auch. Ich wusste also (theoretisch!!), dass es mir direkt wieder besser geht, wenn ich nur ins Gym gehe und mich wieder richtig gut an die Ernährung halte.

Gym Motivation nach Trainingspause

Irgendwie hat sich aber dennoch alles in mir gesträubt. Ich war zwar im Urlaub auch mal trainieren und auch danach bin ich gleich wieder mal gegangen. Aber die Regelmäßigkeit, wie ich sie vorher hatte, wollte sich partout nicht einstellen. Ich hatte eine regelrechte Abneigung und üüüüberhaupt keinen Drive, meine Fitness Motivation war nach der Trainingspause einfach im Keller. Eine Trainingsblockade quasi, die es zu lösen galt – Stück für Stück:

1. Abmachung mit mir selbst – Festes Datum um wieder Trainieren zu gehen

Als ich dann eines Tages wieder im Fitness war und nur lari-fari trainiert habe und mich irgendwie komplett schwach gefühlt habe, hab ich eine Abmachung mit mir selber getroffen. Ich darf die restliche Woche noch pausieren und sogar die Ernährung schleifen lassen, SOLANGE ich kommenden Montag ins Fitness gehe und wieder in die Spur komme.
Ich hab also noch eine Woche Zeit gehabt um zu genießen und mich schon mal psychisch darauf vorzubereiten. Und die habe ich irgendwie auch gebraucht, fragt mich nicht warum. Manchmal muss man auch auf seinen Körper hören und die Fitnessziele hinten anstellen.

Trotzdem ist es hier wichtig genau in sich reinzuhören, braucht der Körper grade wirklich Ruhe oder sucht man sich Ausreden, die man vorschieben kann um faul zu sein? Ich bin ehrlich, bei mir wars eine Mischung aus beidem. Ich war nach dem Urlaub krank und nicht richtig auf der Höhe – aber vielleicht hab ich mich dem etwas zu sehr „hingegeben“ und habs dann unterbewusst länger rausgezögert als tatsächlich nötig, wisst ihr was ich meine?

2. Aller Anfang ist schwer – am Ball bleiben

So, gesagt – getan. Ich habe am Sonntag zuvor wie üblich mein Essen vorbereitet, was unbedingt notwendig ist um wieder in die Spur zu kommen. Lasst keinen Platz für Bäcker/Metzger/Kantine vor allem nicht in der labilen Anfangsphase 😉 . Und dann bin ich am nächsten Tag zum Training! Es war nicht so, dass ich dann auf einmal riesen Lust dazu hatte. Ich wusste aber, dass ich es machen muss um mich wieder so gut zu fühlen wie vor dem Urlaub.
Das Training nach einer Pause macht aber auch wirklich keinen Spaß: Man kann kaum Gewicht nehmen, man fühlt sich völlig instabil und als Dank bekommt man auch noch Muskelkater des Todes und ist gleich mehrere Tage ausgenockt.
Aber genau hier muss man dranbleiben, es sind wirklich nur wenige dieser ekligen Anfangs-Trainingseinheiten und man ist wieder auf dem Niveau von davor. Da muss man wirklich einfach durch, aber es lohnt sich – Versprochen! Insgeheim weiß man das ja auch, oder 😉 ?

Inneren Schweinehund besiegen

3. Mute dir nicht zu viel zu – Konsistenz ist alles

Natürlich ist man schlecht drauf, wenn einen direkt nach der ersten Einheit der schlimmste Muskelkater der Welt plagt und man die zweite Einheit ausfallen lassen muss. Vielleicht sogar die dritte, aber Leute, das ist überhaupt kein Problem! Es ist viel wichtiger, dass ihr trainieren geht, als dass wieder alles gleich zu 100% klappt.
Genauso bei der Ernährung; es ist doch besser sich erstmal nur 60% gesund zu ernähren und sich langsam wieder hinzuführen, statt bei den 100% ungesund von davor stehen zu bleiben, oder? In der nächsten Woche sind es schon 80% und ratzfatz ist man wieder bei den alten Gewohnheiten. Offen gestanden bin ich da auch so ein ganz oder gar nicht Typ. Wenn ich nicht gleich wieder alle vier Trainingseinheiten pro Woche hinkriege „zählt“ die Woche nicht richtig und ich wiederhole sie nochmal. Wie dumm eigentlich, als ob es jemand überprüfen würde 😀 . Ihr merkt selber, dass wir uns da oft zu viel Druck machen – Alles ist besser als nichts zu machen und sich gehen zu lassen 🙂 .

Spaß am Sport wiederfinden

4. Macht euch bewusst, wie weit ihr schon gekommen seid

Und wisst ihr was ich in einer Trainingspause trotzdem immer merke? Dass es ohne Sport irgendwie nicht geht, so vong Körpergefühl her (…lol). Ich fühle mich nach ganz kurzer Zeit unwohl und „schwammig“ und zwar dermaßen, dass ich mich ernsthaft frage wie ich das früher ausgehalten habe. Versteht mich nicht falsch, ich weiß, dass ich nicht dick bin oder so. Trotzdem gibt es einfach Unterschiede vom eigenen Körpergefühl und das ist mit Training einfach besser. Sobald man einmal mit dem Training anfängt merkt man das erstmal und will das neue Feeling natürlich auch beibehalten. Ich weiß einfach, dass es mir gut tut ins Fitness zu gehen, auch wenn es nach einer Pause schwer fällt wieder reinzukommen. Wenn man sich dann überwunden hat und es ein paar mal durchgezogen hat, ist die Trägheit wie weggeblasen – ersetzt durch den Stolz, dass man sich aufgerappelt hat 🙂 .

5. Aktueller Status – wie stehts mit meiner Fitness Motivation?

Ich gebs ehrlich zu, mir ist es echt schwer gefallen wieder richtig reinzufinden. Ich kämpfe immernoch mit meinem inneren Teufelchen, das mir sagt ich soll wieder nach Hause fahren, statt ins Gym, aber da muss ich jetzt einfach durch.
Jetzt wo ich diesen Beitrag schreibe, war ich wie gewohnt schon vor der Arbeit im Fitness. Ich musste mir ein paar mal so richtig in den Arsch treten, um zu gehen, aber ich bin gegangen! Und ich weiß für mich, dass es mir wieder richtig Spaß macht, wenn ich mein altes Gewicht wieder stemme und sich auf der Waage wieder was tut. Ich bin ja noch nicht am Ziel und will unbedingt da weiter machen, wo ich vor dem Urlaub aufgehört habe.

Wenn ich meinen inneren Schweinehund ein paar mal überwunden habe, ist er gezähmt und zerrt mich quasi wie von selbst zum Training 😉 . Aktuell bin ich grade wieder in meiner „grad 1 Woche richtig trainiert und schon fühlt man sich wie Sophia Thiel höchstpersönlich“ – Phase…aber auch die geht vorbei 😛 .

Falls das alles nichts nützt, kann es auch helfen einen Blogbeitrag über seine fehlende Fitness Motivation nach einer Trainingspause zu schreiben – setzt enorm unter Druck 😛 . Auf Nicht-Blogger abgewandelt: Erzählt so vielen Menschen wie möglich davon, dann ist die Hemmung viel größer sich nicht daran zu halten!

So findest du deine Fitness Motivation wieder - Step by Step